Ein Leben FÜR einen kranken Hund

Tagebuchauzüge, Berichte und Gedanken

Moderator: bonny

Monika

Beitrag von Monika » 15.07.2016, 16:38

mir gehts da wie dir Ilona. Obwohl unsere Freunde kein Problem damit hätten ihn zu nehmen. Nur ich hätte ein schlechtes Gewissen falls er ausgerechnet dann mal einen Anfall bekäme. Hier im Ort wissen alle das er Epileptiker ist und viele fragen wenn wir unterwegs sind, wie es ihm geht usw. Die einzigsten die ein Problem mit dem Thema haben sind die HH die auch einen Epihund haben sich das aber nicht eingestehen. Aber wenn ein Hund mehrmals krampfend auf dem Hof liegt und die SchwiMu sagt das er Epi hat sollte man sich doch mit dem Gedanken "anfreunden".
Ich vermute mal das evtl. auch Anfälle ausgelöst werden können bei sehr sensibelen Hunden wenn die Halter sich zu sehr sorgen. Die Tiere bemerken doch das die Halter sich Gedanken machen. Das ist Streß für die Tiere und Streß kann Anfälle begünstigen. Daher denke ich es ist von Vorteil wenn man sie zwar im Auge behält aber mit einem gesunden "Abstand".

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Beitrag von beagleine » 15.07.2016, 21:26

Voll im Griff hat uns die Krankheit nicht, aber unser Tagesablauf wird davon bestimmt. Und die Nerven sind zeitweise über alle Maßen beansprucht.
Aber nichtsdestotrotz, ich würde diesen Hund nur im äußersten Notfall weggeben. Und dass müsste wirklich so sein, dass es keine Chance gibt, den Hund adäquat zu versorgen.
Shadow ist 99% der Zeit ein fast normaler Hund, mit ganz viel Freude und Spaß am Leben. Und dieser Gedanke hält mich in schlechten Zeiten oben.
Liebe Grüße aus dem Norden
Heike mit Sorgenkind Beagle Shadow; geboren 07.06.2011; 15kg; seit 05.09.2017 morgens und abends 140mg Luminal; Mariendistelpräparat morgens, Taurin seit 08.03.2016
und Kalle und Beagle Balu und Louis im Herzen

Alle medizinischen Tipps immer mit dem TA/ Homöopathen absprechen.

Crime
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Beitrag von Crime » 18.07.2016, 16:41

Normalerweise ist der Mensch darauf getrimmt nicht bei jedem Geräusch gleich aufzuwachen und das schlimmste zu vermuten.
Man muss da nur auf sein Unterbewusstsein vertrauen.

Ich bin nur sehr sehr selten von Lukes normalen Geräuschen wach geworden aber bei Anfällen stand ich meist schon im Bett bevor er gekrampft hat (nach einer gewissen Eingewöhnungszeit).

Wobei man nicht die Unterschiede zwischen Mann und Frau unterschätzen sollte. Da hab ich also vielleicht noch Glück im Unglück. Trotzdem schadet es nie mehr auf sein Unterbewusstsein zu vertrauen (was ich allerdings schon gemacht hab lange bevor Luke Epi bekam).

Reden konnte ich eigentlich bisher mit jedem den es interessiert hat. Viele Fragen ja weil man sieht es beim Luke ja schon beim laufen das er anders ist oder weil er ganz augenscheinlich spielen will dann aber abbricht usw.
Bei manchem merkste recht schnell ok nicht so interessiert. Aber manches Mal hab ich mir bei fremden schon regelrecht die Seele freigeredet. Oftmals in Kooperation das diese Person sich auch was von der Seele geredet hat über ihren Hund/Familie.

Was die Betreuung betrifft. Wenn die Person entsprechend informiert ist, hab ich wenig Skrupel. Alle wissen das es mir, sollte es zu einem Anfall kommen, am allerliebsten ist wenn die Person sich von Luke fern hält. Egal ob Luke sich dann verletzt oder nicht. Das ist das oberste Gebot (und ihn nicht alleine zu lassen!)
Gruß Luke und Niklas

Luke:
Sennenhund-Berger-de-Pyrennes-Mix, Alter: 12,5 († 2021), Gewicht: 24,5kg
Dosis: 2,5 Tabletten Luminal und 6 Tabletten Libromide, je 1 Kapsel Mariendistel und Vit. B täglich. Taurin und Teufelskralle kurweise.

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Phesila

Beitrag von Phesila » 28.08.2016, 16:26

Ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, ich versuche mich noch zu recht zu finden

Wir sind immer noch in der Einstellungsphase mit Dibro und es ist keine leichte Zeit. Mein älterer Hund kommt zu kurz. Ich bin selbst chronisch krank.
Line ist sehr stur geworden. Gebe ich ein Kommando, guck sie mich an und macht es nicht. Sie pinkelt ins Haus, meldet sich nicht.
Ich bin in Sorge, dass sich da eine Spirale entwickelt, die niemandem guttut.
Habt ihr da vielleicht eine Info.
Bin dankbar für Strohhalm oder Hoffnungsschimmer.

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Beitrag von Beata » 28.08.2016, 17:13

Bitte gucke noch mal in Deinen Vorstellungs-Thread. Dort haben ich Dir beschrieben, wie Du vorgehen musst, um ein Tagebuch für deinen Hund anzulegen, in dem Du dann alle Infos über ihn gesammelt hast.
Beata mit Hannemann und Lienchen
(Bajado, Fietemöpschen, Louis, Gretamäuschen, Basti-Kind, Tristan-Mann und verrückter kleiner Ostfriese Karlson, ..Ihr seid immer bei uns)

Alle Tipps zu Medikamenten immer mit dem TA absprechen!!

Kat

Beitrag von Kat » 21.07.2017, 13:12

In der Anfangszeit der Anfälle, stande ich gänzlich neben mir. Ich bin jeden Tag verzweifelt, wusste nicht wie ich jemals mit dieser Krankheit umgehen soll. Mein Rüde ist der Sohn meiner Hündin, er ist in meinen Händen geboren und wir haben eine unendlich starke Bindung. Die ersten Monate habe ich nach jedem Anfall weinend in der Ecke verbracht und war einfach nur ratlos. So schlimm es klingt, aber mit der Zeit hat man sich an den Anblick gewöhnt und lernt mit der Situation umzugehen. Die Krankheit bestimmt seit dem ersten Tag unser Leben. Dennoch bin ich unendlich dankbar diesen einmaligen Hund bei mir haben zu dürfen. Er ist mein absoluter Seelen Hund und trotz seiner Krankheit ist er so ein fröhlicher und witziger Typ. Ein absolutes Mamasöhnchen und das genieße ich auch. Seit Februar bekommt mein Rüde nun Luminal, die Medikamentengabe erhöht nochmal den Druck auf den täglichen Zeitplan. Aber auch das bekommen wir irgendwie hin. Ich verzichte auch so gut wie alles, mir ist einfach wichtig soviel Zeit wie möglich mit meinem Rüden zu verbringen. Denn nur Gott weiß wie lange er bei mir sein darf. Ich habe tägl. Angst ihn an dieser undankbaren Krankheit zu verlieren. Er ist noch so jung und ich hoffe von ganzem Herzen, dass wir ihn auf die Medikamente eingestellt bekommen. Es bricht mir das Herz, dass die Anfälle aktuell wieder engmaschiger auftreten.

Shrotty

Beitrag von Shrotty » 30.09.2017, 01:15

wenn ich die Beiträge hier durchlese, finde ich mich und Adamo in jedem wieder.

ich wache auch beim kleinsten Zucker auf, den er macht. Wie bei einem Kind.

muss wohl am Mütterinstinkt liegen, denn mein Mann bemerkt selten einen Anfall.

Adamo ist unser erster Hund, daher habe ich keinen Vergleich zu einem gesunden Hund.

Wir würden ihn aber keinen falls einschläfern lassen, wie uns mitunter angeraten wird oder weg geben.
Wenn ich mich für ein Tier entscheide, dann mit allen Konsequenzen. Das Tier ist von MIR abhängig.
Ich halte es wie mein Vater, der immer sagte, dass erst das Tier versorgt wird und dann wir selbst.

Kat

Beitrag von Kat » 30.09.2017, 10:06

Das Abgeben oder einschläfern kommt für uns auch nicht in Frage. Sollte es sein Zustand irgendwann nicht anders zulassen, dann soll er sich selbstverständlich nicht quälen. Aber ich gebe ihn nicht weg, nur weil wir unseren Tagesablauf nach ihm richten müssen. Es ist für mich wie mit einem Kind und ein Kind gibt man auch nicht einfach weg nur weil es nicht gesund ist. Und Jackpot ist nach den Anfällen immer so gut drauf, dass es keinen Grund gäbe ihn weg zu geben oder gar einschläfern zu lassen. Ich sag schon immer er ist mein kleiner Therapeut. Nach einem Anfall, denkt er nicht drüber nach was gerade war, er lebt im hier und jetzt und hat spaß. Ich versuche mich an ihm zu orientieren und nicht zu sehr darüber nachzudenken was passieren kann oder passiert ist. Wir versuchen jeden Tag zu genießen.

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